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Großgründlach

Blick zur Laurentiuskirche (1354) in Großgründlach -


Aus der Geschichte

Großgründlach – Aus der Geschichte des Ortes Großgründlach
Großgründlach ist ein Ortsteil von Nürnberg und liegt im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen.
Großgründlach wurde erstmals 1021 urkundlich erwähnt und ist der älteste Stadtteil von Nürnberg. Die Reichsministerialen von Gründlach um 1140 zählten zu den ältesten und bedeutensten Familien des Nürnberger Landes.
Um 1326 erfuhr man von der Existenz einer Burg, die in weiten Teilen in den Kellern und den Außenmauern des barocken Schlosses der Freiherren von Hallerstein noch erhalten sind.
Im selben Jahr erschein die Burg als Eigengut der Gründlacher, über die sie und ihre Nachfolger frei verfügen konnten. Die Erben Johann und Albrecht hatten wenig Interesse und verkauften Gründlach 1343 an die Gräfin Kunigunde von Orlamunde. Die Gräfin gründete das Zisterzienserinnenkloster Himmelthron, welches im Heilig-Geist-Spital (Nürnberg) seinen kurzen Aufenthalt hatte, bevor es in die Gründlacher Burg einzog. Die Burg und ihr Zubehör für 5000 Pfund dienten als Anlagevermögen des Klosters.
Die im 13. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche wurde zur Klosterkirche umgebaut und bis zur Burg verlängert.
Während der Reformation löste sich 1525 der Konvent auf. Die Reichsstadt Nürnberg richtete für die 36 Anwesen in Großgründlach und ein Gut in Reutles ein eigenes Amt ein. Der damalige Pfleger Wolf Löffelholz erwähnte die vorhandenen Räumlichkeiten, die aus einem großen Saal, einer Wohnstube, Stube der Äbtissin, sowie sieben Schlafkammern bestend. Küche, Keller, Refektorium, Badstüblein, Hasenkammer, Schreinerstube, sowie Reiter- und Torstüblein gehörten ebenfalls dazu.
Der Zweite Markgrafenkrieg 1552 traf den Ort Gründlach wie kaum einen anderen Ort. Gründlach, das Kloster, wurde niedergebrannt. Die Laurentius-Kirche wurde ebenfalls von den Soldaten des Markgrafen Albrecht Alkibiades zerstört. Der Schaden belief sich bei der Burg und der Kirche auf 9.000 Gulden.
1572 wurde Gründlach an den Nürnberger Patrizier Phillip Geuder für 12000 Gulden verkauft. Er ließ mit erheblichen Kostenaufwand das Schloss wieder aufbauen. Nach seinem Tod fiel der Besitz 1581 an seine Witwe Katharina, geb. Welser.
Nach dem Tod von Katharina Geuder (1616) erbte der Neffe Carl Pfinzing von Henfenfeld den Besitz. Die Familie Welser erhob aber Ansprüche auf Gründlach, was zu einem langen Prozess führte.


Großgründlach von Westen, links vorn die Obermühle -


Im Jahre 1636 wurden das Schloss, die Kirche durch kurbayerische Truppen abermals zerstört. 1685, wurde die zerstörte Kirche und das Schloss wieder aufgebaut. 50 Jahre blieb alles als Ruine liegen. Erst 1685 begann Sebastian Pfinzing mit dem Wiederaufbau. Im selben Jahr starb Sebastian Pfinzing.
Das Schloss und die Grundherrschaft kamen 1766 an die Freiherrn Haller von Hallerstein, sie haben noch heute das Schloss in ihrem Besitz. Die Patrizerfamilie Haller setzte die Verschönerung des Schlosses und des Schlossgarten fort. 1769 wurde eine Allee aus Pyramidenpappeln angelegt, sie führt zwischen den beiden Armen der Gründlach bis zu den 1794 aufgelassenen Weihern. 2004 wurden die Pyramidenpappeln durch Winterlinden ersetzt. Seit 1766 gehörte das Schloss den Zwillingsbrüdern Johann Georg und Johann Sigmund Haller von Hallerstein. Für Johann Sigmund Haller von Hallerstein, er war von 1794-1804 Reichsschultheiß und lenkte die Geschicke Nürnbergs, wurde 1805 ein klassizistisches Monument auf einem künstlichen Hügel errichtet.
Der Sigmund Freiherr von Hallerschen Familienstiftung gehört das Schloss ab 1873. 1943 wurde das Schloss durch einen Bombenangriff erheblich zerstört, die 1947 wieder behoben wurden. Durch die kostspieligen Instandsetzungsarbeiten hat es dazu geführt, dass Großgründlach heute zu den besterhaltenen Schlössern und Herrensitzen des Nürnberger Umlands zählt.
Im Jahre 1972 wurde Großgründlach im Rahmen der Gebietsreform nach Nürnberg eingemeindet und hat 2132 Einwohner (Stand 31.12.2009). Das Ortsbild hat historische Fachwerk- und Steinhäusern. Ein giebelständiges Gebäude mit einem mächtigen Satteldach, dessen Hausteingiebel aus dem Jahre 1776 stammt prägt das Ortsbild.

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Aus der Geschichte

Großgründlach – Aus der Geschichte des Ortes Großgründlach
Großgründlach ist ein Ortsteil von Nürnberg und liegt im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen.
Großgründlach wurde erstmals 1021 urkundlich erwähnt und ist der älteste Stadtteil von Nürnberg. Die Reichsministerialen von Gründlach um 1140 zählten zu den ältesten und bedeutensten Familien des Nürnberger Landes.
Um 1326 erfuhr man von der Existenz einer Burg, die in weiten Teilen in den Kellern und den Außenmauern des barocken Schlosses der Freiherren von Hallerstein noch erhalten sind.
Im selben Jahr erschein die Burg als Eigengut der Gründlacher, über die sie und ihre Nachfolger frei verfügen konnten. Die Erben Johann und Albrecht hatten wenig Interesse und verkauften Gründlach 1343 an die Gräfin Kunigunde von Orlamunde. Die Gräfin gründete das Zisterzienserinnenkloster Himmelthron, welches im Heilig-Geist-Spital (Nürnberg) seinen kurzen Aufenthalt hatte, bevor es in die Gründlacher Burg einzog. Die Burg und ihr Zubehör für 5000 Pfund dienten als Anlagevermögen des Klosters.
Die im 13. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche wurde zur Klosterkirche umgebaut und bis zur Burg verlängert.
Während der Reformation löste sich 1525 der Konvent auf. Die Reichsstadt Nürnberg richtete für die 36 Anwesen in Großgründlach und ein Gut in Reutles ein eigenes Amt ein. Der damalige Pfleger Wolf Löffelholz erwähnte die vorhandenen Räumlichkeiten, die aus einem großen Saal, einer Wohnstube, Stube der Äbtissin, sowie sieben Schlafkammern bestend. Küche, Keller, Refektorium, Badstüblein, Hasenkammer, Schreinerstube, sowie Reiter- und Torstüblein gehörten ebenfalls dazu.
Der Zweite Markgrafenkrieg 1552 traf den Ort Gründlach wie kaum einen anderen Ort. Gründlach, das Kloster, wurde niedergebrannt. Die Laurentius-Kirche wurde ebenfalls von den Soldaten des Markgrafen Albrecht Alkibiades zerstört. Der Schaden belief sich bei der Burg und der Kirche auf 9.000 Gulden.
1572 wurde Gründlach an den Nürnberger Patrizier Phillip Geuder für 12000 Gulden verkauft. Er ließ mit erheblichen Kostenaufwand das Schloss wieder aufbauen. Nach seinem Tod fiel der Besitz 1581 an seine Witwe Katharina, geb. Welser.
Nach dem Tod von Katharina Geuder (1616) erbte der Neffe Carl Pfinzing von Henfenfeld den Besitz. Die Familie Welser erhob aber Ansprüche auf Gründlach, was zu einem langen Prozess führte.

Im Jahre 1636 wurden das Schloss, die Kirche durch kurbayerische Truppen abermals zerstört. 1685, wurde die zerstörte Kirche und das Schloss wieder aufgebaut. 50 Jahre blieb alles als Ruine liegen. Erst 1685 begann Sebastian Pfinzing mit dem Wiederaufbau. Im selben Jahr starb Sebastian Pfinzing.
Das Schloss und die Grundherrschaft kamen 1766 an die Freiherrn Haller von Hallerstein, sie haben noch heute das Schloss in ihrem Besitz. Die Patrizerfamilie Haller setzte die Verschönerung des Schlosses und des Schlossgarten fort. 1769 wurde eine Allee aus Pyramidenpappeln angelegt, sie führt zwischen den beiden Armen der Gründlach bis zu den 1794 aufgelassenen Weihern. 2004 wurden die Pyramidenpappeln durch Winterlinden ersetzt. Seit 1766 gehörte das Schloss den Zwillingsbrüdern Johann Georg und Johann Sigmund Haller von Hallerstein. Für Johann Sigmund Haller von Hallerstein, er war von 1794-1804 Reichsschultheiß und lenkte die Geschicke Nürnbergs, wurde 1805 ein klassizistisches Monument auf einem künstlichen Hügel errichtet.
Der Sigmund Freiherr von Hallerschen Familienstiftung gehört das Schloss ab 1873. 1943 wurde das Schloss durch einen Bombenangriff erheblich zerstört, die 1947 wieder behoben wurden. Durch die kostspieligen Instandsetzungsarbeiten hat es dazu geführt, dass Großgründlach heute zu den besterhaltenen Schlössern und Herrensitzen des Nürnberger Umlands zählt.
Im Jahre 1972 wurde Großgründlach im Rahmen der Gebietsreform nach Nürnberg eingemeindet und hat 2132 Einwohner (Stand 31.12.2009). Das Ortsbild hat historische Fachwerk- und Steinhäusern. Ein giebelständiges Gebäude mit einem mächtigen Satteldach, dessen Hausteingiebel aus dem Jahre 1776 stammt prägt das Ortsbild.


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Claus Kohlmann